Schwerelos über's Markgräflerland - Ballonfahren ist eines der letzten großen Abenteuer unserer Zeit. Ballonpilot Fritz Klank kennt hier wirklich jeden Quadrat-Zentimeter: von oben eben, das ist sein Terrain. Und was für eine Perspektive! Weitgezogen sind die Rehhänge. Voll mit Früchten der Natur. Zu jeder Jahreszeit hinreissend schön. Licht und Stimmungen wie in der Toskana. "Wenn du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost!", schrieb der russische Schriftsteller Anton Tschechow im Jahr 1904 während seiner Kur in Badenweiler an seine Schwester. Kleine Dörfer und Gemeinden – wie gemalt. Hier richten sie gerade die Heimattage Baden-Württemberg aus. Präsentieren ihr Markgräflerland von der besten Seite. Unter dem Motto "Heimat der Sinne". Wen wundert's? Hier im weinseligen Markgräflerland ist die Sonne stärker, das Leben leichter, und die Menschen fröhlicher.
Täglich werden in deutschen Krankenhäusern Organe für Transplantationen entnommen - 4140 Organe im Jahr 2007. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) organisiert alle Schritte des Organspendeprozesses einschliesslich des Transports der Organe zu den Empfängern. Dazu sind bundesweit 70 Koordinatoren der DSO im Einsatz. Sie bilden die Schnittstelle zwischen den Krankenhäusern, den Transplantationszentren und den Angehörigen der Verstorbenen. In der Arbeit eines Koordinators gibt es wenig Alltägliches. Er muss sich ständig auf neue Situationen, eine neue Arbeitsumgebung und andere Menschen einstellen. Immer wieder sind sozialverträgliche Durchsetzungskraft und Organisationstalent gefordert. Für die Gespräche mit Menschen, die gerade einen nahen Angehörigen verloren haben, ist besonderes Einfühlungsvermögen nötig. Denn nur in wenigen Fällen haben die Verstorbenen zu Lebzeiten ihren Willen zur Organspende dokumentiert. Das bedeutet, dass die Angehörigen gebeten werden, nach dem mutmasslichen Willen des Verstorbenen eine Entscheidung zu treffen. Und in den meisten Fällen sind die Angehörigen auf die Frage nach einer Organspende nicht vorbereitet. Für die Koordinatoren liegt die Motivation der harten Arbeit in dem Ziel, den Patienten auf der Warteliste die Transplantation zu ermöglichen.
Stundenlang kauerte sie in einem Fuchsbau. Die Bomben der "Legion Condor", von Hitler nach Spanien entsandt, regneten am 25. Juli des Jahres 1937 herab auf die Republikanischen Truppen. Doch Gerda Taro hielt ihre Kamera gen Himmel und fotografierte unentwegt weiter - ganz so, als schütze ihr Arbeitsgerät sie vor dem Tod. Von Robert Capa, ihrem Lebensgefährten, Fotografen-Kollegen und späteren Mitbegründer der legendären Agentur Magnum, stammt das Diktum: "Wenn dein Bild nicht gut genug ist, warst du nicht nahe genug dran." Gerda Taro war sehr nahe dran. Als erste Fotoreporterin der Welt wagte sich die junge Deutsche aus Stuttgart ins Kampfgetümmel - so wie an diesem Sonntag. Wenige Stunden später sollte sie ihren Mut mit dem Leben bezahlen. Tatsächlich entkam Taro zwar den Bomben - doch nur um in der Nacht von einem republikanischen Panzer versehentlich angefahren zu werden und Stunden später, am 26. Juli 1937 ihren Verletzungen zu erliegen. Die Nähe zum Krieg hatte sie getötet. Und ihr Tod machte sie, die 27-jährige, unsterblich - nicht nur wegen ihrer Leistung als Fotografin, sondern auch als Märtyrerin für die Sache des Widerstands.
Mit jeder Meldung über unsichere Renten, sinkende Geburtenraten, Senioren in Heimen und Kindern in Krippen wächst die Wut der Gebrüder Immler über die verfehlte Sozial- und Familienpolitik in Deutschland.
Und so gründeten die finanzkräftigen Unternehmer Weihnachten 2004 kurzerhand eine Stiftung und vermachten dieser, um mal irgendwo anzufangen, aus ihrem Privatvermögen rund 15 Millionen Euro. Mit diesen Millionen sollen Einfamilienhäuser gebaut werden.
Jedes Haus um die 200 Quadratmeter gross, jeweils für ein Ehepaar mit vier Kindern und mit hübscher Einliegerwohnung für die Grosseltern. Und jedes dieser Häuser wird vermietet. Für einen Euro: pro Haus und Monat.
Vorbild: die Fuggerei in Augsburg, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Die Stiftung wird die bislang grösste gemeinnützige Investition der Brüder. Sie könnten damit Geschichte schreiben weit über Isnys Grenzen hinaus. Denn diesmal wollen sie mehr als ihrer Stadt Gutes tun. Sie wollen das Land zum Nachdenken bringen.